Dialyse


Wir bieten in unserem Zentrum alle gängigen Blutreinigungsverfahren (Hämodialyse, Hämodiafiltration, Peritonealdialyse) an. Jedes Verfahren hat seine Vor- und Nachteile. Abhängig von medizinischen Aspekten sowie Ihrer persönlichen Präferenz werden wir zusammen das für Sie geeignete Verfahren festlegen.

Dialyse-Verfahren


Hämodialyse

Hämodiafiltration

Peritonealdialyse

Wissenswertes über Dialyse


 

Bei der Hämodialyse (Blutwäsche) wird das Blut außerhalb des Körpers gereinigt. Die eigentliche Reinigung des Blutes geschieht am Dialysefilter, dem Dialysator. Durch die Kapillaren des Dialysators strömt das Blut im Gegenstromprinzip an einer hochreinen Lösung (Dialysat) vorbei. Hierdurch werden die Giftstoffe aus dem Blut entfernt. Bei Bedarf kann während dieses Prozesses auch überschüssiges Körperwasser entfernt werden. Die Hämodialyse findet in der Regel dreimal pro Woche statt und dauert jeweils 4 - 5 Stunden. Während der gesamten Behandlungsdauer ist eine Facharztanwesenheit gewährleistet.

Um einen ausreichenden Blutfluss für die Hämodialyse sicherzustellen, benötigt der Patient einen Gefäßzugang. Hierzu wird im optimalen Fall im Vorfeld ein Shunt angelegt. Dabei handelt es sich um einen operativen Kurzschluss zweier körpereigener Gefäße (Arterie und Vene). Der Shunt wird bevorzugt am Unterarm angelegt und kann nach einer Ausreifungsphase von ca. 6-8 Wochen punktiert werden. Bei ungeeigneten Eigenvenen kann auch ein Kunststoff-Shunt eingesetzt werden oder die Anlage eines sogenannten Vorhofkatheters erfolgen. Dieser Katheter wird in eine Halsvene implantiert und kann unmittelbar nach der Anlage für die Dialysetherapie verwendet werden.

 

Klassische Hämodialyse

Die klassische Hämodialyse erfolgt nach dem Prinzip der Diffusion über eine Filtermembran, die nur für gewisse Blutbestandteile durchlässig ist (semipermeabel). Auf der einen Seite fließt das Blut mit Elektrolyten wie Kalium und Phosphat sowie harnpflichtigen Substanzen (z. B. Harnstoff). Auf der anderen Seite der Membran befindet sich eine hochreine Lösung (Dialysat), die je nach Patient einen individuellen Anteil an Elektrolyten aufweist. Über die Membran findet ein Stoffaustauch kleiner Moleküle wie Wasser, Elektrolyte und harnpflichtige Substanzen statt. Große Moleküle wie Eiweiß und Blutzellen werden zurückgehalten.

 

Hämodiafiltration

Die Hämodiafiltration kombiniert die oben beschriebene Hämodialyse mit der Hämofiltration (Flüssigkeitsentzug über Druckgradient). Der Vorteil dieser Kombination liegt darin, dass sowohl das Prinzip der Diffusion als auch der Konvektion genutzt werden können. Die entzogene Flüssigkeit (Ultrafiltrat) wird durch eine sterile Substitutionslösung ersetzt. Diese Kombination ermöglicht es, sowohl nieder- als auch mittelmolekulare Substanzen aus dem Blut zu entfernen. Dadurch ist die Hämodiafiltration effektiver als die reine Hämodialyse. Dieses Verfahren können wir bereits einem Großteil unserer Patienten anbieten.

 

Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)

Die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) bietet eine weitgehende Unabhängigkeit von Maschinen und Dialyseeinrichtungen. Allerdings setzt dieses Verfahren ein hohes Maß an Eigenverantwortung sowie bestimmte körperliche und hygienische Bedingungen voraus. Zudem ist im Vorfeld ein individuelles Training erforderlich. Bei der Peritonealdialyse dient das Bauchfell (Peritoneum) als Filter zur Entfernung von Giftstoffen und überschüssigem Wasser. Über einen in die Bauchwand implantierten Katheter wird das Dialysat aus einem Beutel in die Bauchhöhle eingelassen. Bei dem dann stattfindenden Stoffaustausch zwischen Dialysat und den Blutgefäßen des Bauchfells strömen Gift- und Mineralstoffe in das Dialysat. Die so angereicherte Flüssigkeit wird dann über den Katheter abgelassen und durch neues Dialysat ersetzt. In der Regel ist ein solcher Beutelwechsel viermal täglich nötig, um eine ausreichende Entgiftung zu erzielen. Nach entsprechendem Training werden diese Dialysatwechsel durch den Patienten selbst durchgeführt. Diese Methode bezeichnet man als kontinuierliche, ambulante Peritonealdialyse (CAPD). Zur Überprüfung der Behandlungsqualität müssen Sie in der Regel einmal im Monat zur Kontrolle zu Ihrem behandelnden Nephrologen.

 

Dialyse

Dialysezeiten

Die Terminvereinbarung erfolgt sowohl nach Ihren individuellen Wünschen als auch nach dem vorhandenen Platzangebot. Folgende Dialyseschichten werden prinzipiell angeboten:

Mo/Mi/Fr vormittags (Bad Tölz und Wolfratshausen)
Mo/Mi/Fr nachmittags (Bad Tölz und Wolfratshausen)
Di/Do/Sa vormittags (Bad Tölz)
Di/Do/So Nachtschicht ab ca. 18.00 Uhr (Bad Tölz, limited care)

Ausstattung

Unsere beiden Dialysezentren zeichnen sich durch helle Räume mit moderner Ausstattung aus. Alle Dialyseplätze verfügen über einen TV-, Radio- und WLAN-Zugang. Für ihr leibliches Wohl ist während der Dialyse-Behandlung bestens gesorgt. Hierzu werden sie mit warmen und kalten Getränken sowie mit kleinen Snacks versorgt.

Auch infektiöse Patienten (Hepatitis C) können an gesonderten Dialyseplätzen versorgt werden. Für fitte und berufstätige Patienten bieten wir eine Abend-Dialyse (limited care Dialyse) in Bad Tölz an.

Dialysezentrum




Dialysezentrum
Bad Tölz

Kogelweg 3
83646 Bad Tölz
Telefon: +49 8041 7825950

Dialysezentrum  Wolfratshausen

Moosbauerweg 7
82515 Wolfratshausen
Telefon: +49 8171 386270

 

 

Das Dialysezentrum Bad Tölz mit angeschlossener Facharztpraxis für Kardiologie, Nephrologie und Pneumologie wurde 1999 gegründet. Im Jahr 2007 wurde das Dialysezentrum Wolfratshausen eröffnet. 

Insgesamt stehen uns 48 Dialyseplätze zur Verfügung, wodurch aktuell über 100 chronische Hämodialysepatienten sowie zahlreiche Ferien- und Reha-Patienten versorgt werden können. Zudem betreuen wir Patienten mit Peritonealdialyse sowie Patienten mit Fettstoffwechselstörungen (Lipidapherese).

 

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Ärzte-Team




Unser Team besteht aus vier Ärzten und 30 bestausgebildeten Fachpflegekräften für Dialyse und Nephrologie, examinierten Krankenschwestern und Arzthelferinnen. Gemeinsam stehen wir Ihnen für eine kompetente und umfassende Behandlung gerne zur Verfügung.

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